Ein Hoch auf die Freundschaft!

Ausstellung im Dom Museum
Ausgabe Nr. 46
  • Kunst und Kultur
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Maria und Elisabeth tauschen Gesten der Freundschaft aus.
Maria und Elisabeth tauschen Gesten der Freundschaft aus. Das Kunstwerk "Heimsuchung Mariens" stammt aus der Zeit um 1440-50 und wurde vom Diözesanmuseum Hofburg Brixen zur Verfügung gestellt. ©Dom Museum/Diözesanmuseum Hofburg Brixen
Freundschaft: Johann Till der Jüngere auf dem Weg nach Emmaus. Das Bild stammt aus dem Jahr 1888 und wurde vom Belvedere Wien für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.
Freundschaft: Johann Till der Jüngere auf dem Weg nach Emmaus. Das Bild stammt aus dem Jahr 1888 und wurde vom Belvedere Wien für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. ©Johannes Stoll/Belvedere
"Mujeres II In gratitude to familia from La Haciendita" von Mus Carina Yepez ist im Dom Museum zum Thema Freundschaft zu sehen.
"Mujeres II In gratitude to familia from La Haciendita" von Mus Carina Yepez ist im Dom Museum zum Thema Freundschaft zu sehen. ©Dom Museum

Am 26. September eröffnete das Dom Museum seine neue Ausstellung „In aller Freundschaft“. Nach dem etwas düsteren Thema „Sterblichkeit“ steht nun eines der schönsten Dinge des menschlichen Lebens im Mittelpunkt: Die Freundschaft“.

Das Dom Museum hat sich diesem Themenschwerpunkt kreativ von verschiedenen Seiten mit Hilfe von verschiedenen Medien genähert. Die Kuratoren und Kuratorinnen, Johanna Schwanberg und Klaus Speidel und das Museums-Team haben dafür eine Mischung aus moderner Kunst und alten Klassikern zusammengetragen.

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Freundschaft zwischen Maria und Elisabeth

So steht gleich in einem der ersten Räume die „Heimsuchung Mariens“ aus ca. 1435 vom meister des Albrechtsaltars neben „Connected by the Roots“, aus dem Jahr 2022 von Switzin Twikirize. Dabei weisen beide Kunststücke auf einen anderen Aspekt von Freundschaft hin. Bei der „Heimsuchung Mariens“ handelt es sich um eine Holzstatue Marias, die neben Elisabeth steht. Beide Frauen sind schwanger und legen in einer liebevollen, freundschaftlichen Geste der jeweils anderen die Hand auf den Bauch.

Verschiedene Aspekte von Freundschaft

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Bereiche. In den ersten zwei Räumen wird das Thema Nähe und Distanz in einer Freundschaft behandelt. Im dritten Raum geht es mit dem Thema „Gemeinsam tun – gemeinsam sein“ weiter. Unter dem Motto „Teams Bilden – Allianzen schließen“ werden Gruppen von Freunden gezeigt, darunter auch „Christus am Ölberg“, das Jesus und seine Jünger zeigt. Zwei weitere Themen Bereiche widmen sich dem gemeinsamen Kunstschaffen und den Ritualen und Zeichen von Freundschaften.

Freundschaften und Künstliche Intelligenz

Besonders ins Auge stechen dabei alt aussehende Fotografien von Marlene Fröhlich. Diese „Fotografien“ zeigen jedoch keine echten Freunde, sondern mit AI generierte Bilder, die Fröhlich dann mit dem jeweiligen Fotoentwicklungsverfahren der Zeit hergestellt hatte. Besucher können sich interkulturelle Freundschaften von der Künstlerin „wünschen“, indem sie einen kleinen Zettel mit Notizen dazu in einer Box hinterlassen. „Studio Supplement“ ist ein interessante Art KI in der Kunst einzusetzen. Aber auch sonst ist die Ausstellung im Dom Museum sehenswert. Vielleicht ist sie einen Ausflug mit einem guten Freund oder einer Freundin wert?

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Autor:
  • Cornelia Grotte
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