Tipp: Wie sparen beim Kirchenbeitrag?

Meinung
Ausgabe Nr. 10
  • Meinung
Autor:
Vor wenigen Tagen hat der Nationalrat beschlossen, dass die steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags von 400 auf 600 Euro angehoben wird. ©cottonbro studio

Entdecken Sie, wie die jüngste Erhöhung der steuerlichen Absetzbarkeit nicht nur Ihnen, sondern auch der Gesellschaft zugutekommt.

In meiner Tätigkeit als Leiter des Kirchenbeitragsdiensts der Erzdiözese besuche ich auch Schulklassen im Religionsunterricht. Vor wenigen Tagen hat der Nationalrat beschlossen, dass die steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags ab heuer von 400 auf 600 Euro angehoben wird. „Warum, glauben Sie, macht das der Staat?“, mit dieser Frage überraschte ich die Schülerinnen und den Schüler der 8. Klasse eines Wiener Gymnasiums. Schließlich eine zögerliche Antwort des jungen Mannes: „Weil die Kirche was Gutes macht?“

Werbung

Ja, vollkommen richtig. Aus staatlicher Sicht scheint klar: Die römisch-katholische Kirche in Österreich leistet durch ihre Tätigkeiten einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft. Die Erhaltung von Kirchen und Baudenkmälern sichert nicht nur Arbeitsplätze in Bauwirtschaft und Tourismus, sondern stiftet auch Identität. Mit ihren sozialen Aktivitäten springen kirchliche Einrichtungen dort ein, wo der Sozialstaat nicht greift. Im Bereich der Erwachsenenbildung gehört die Kirche in Österreich zu den wichtigsten Playern. Beispiele wie diese zeigen: Staat und Gesellschaft haben etwas von den kirchlichen Aktivitäten. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch 3,35 Milliarden Euro Steuereinnahmen, die dadurch in den staatlichen Haushalt fließen.

Und jene, die den wesentlichen Teil zur Finanzierung kirchlichen Lebens beitragen, sollen auch etwas davon haben. Daher können alle, die Kirchenbeiträge zahlen, Steuern sparen. Als Diözese melden wir jeweils zu Jahresbeginn die eingegangenen Zahlungen des Vorjahres an das Finanzamt, damit diese automatisch berücksichtigt werden – ein Dankeschön aus der öffentlichen Hand. Und auch als Kirche kann man den Beitragenden nicht oft genug Danke sagen dafür, dass sie einen monetären solidarischen Beitrag für ein funktionierendes kirchliches Leben in unserem Land leisten – in all seinen Facetten und Ausprägungen.

Vielfältig und abwechslungsreich ist auch die Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in allen Fragen rund um den Kirchenbeitrag mit Rat und Tat zur Verfügung stehen – telefonisch unter 050155-2000. Rufen Sie uns an!

Der Kommentar drückt die persönliche Meinung des Autors aus!

Autor:
  • Wolfgang Paset
Werbung

Neueste Beiträge

| Heiligenschein
Geduldiger Stigmatiker

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

| Heiligenschein
Der Heilige fürs Web

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

| Heiter bis heilig
Anekdoten

Pater Andreas Hiller aus der Marienpfarre in Wien-Hernals versuchte den Konflikt zwischen zwei älteren Damen aus der Pfarre zu schlichten und lud sie nach ein paar Versuchen auf ein Glas Wein ein. Sie wurden endlich Freundinnen.