Fasching: Narrenschiff im Gottesdienst
FaschingsgottesdienstDer Gottesdienst zu Fasching, der nur alle drei Jahre stattfindet, war geprägt von Musik, Nachdenklichkeit und einem Hauch von Humor. Schon Michael Jackson stellte sich mit seinem Earth Song vor 30 Jahren die Frage: What about us? – Was ist mit unserer Welt? Diese Thematik griff auch der Gottesdienst auf. Ein handgefertigtes „Narrenschiff“ fand seinen Platz vor dem Altar, während Chorleiterin Helga Leberwurst mit einem gerappten Text über eben dieses „Narrenschiff“ die aktuellen Krisen – Krieg, Unfrieden, Neid und Hass – in den Mittelpunkt stellte.
Der Wortgottesdienst zum Fasching
Mit Mein Freund der Clown von Udo Jürgens und dem Gleichnis vom Clown – inspiriert von Søren Kierkegaard – wurde deutlich, wie oft Menschen die Warnungen vor drohenden Gefahren überhören. Ein musikalischer Höhepunkt war die solistische Darbietung Schabernack von Franz Buchinger. Vom Clown führte der Weg weiter zum Narren – jener Figur, die Menschen zum Nachdenken bringt und zur Veränderung aufruft. Schon Paulus schrieb: „Wir sind Narren um Christi willen.“ (1 Kor 4,10). Und auch Jesus selbst verkündete eine Botschaft, die für viele seiner Zeitgenossen unverständlich oder gar närrisch erschien: Liebt eure Feinde. Haltet die andere Wange hin.
Faschingsmesse: Ein besonderer Moment
Die Frage des Gottesdienstes lautete: War Jesus ein Narr? Und mit allem, was gehört und erlebt wurde, konnte die Antwort nur lauten: Dann will auch ich ein Narr sein! Ein besonderer Moment war die symbolische Umkehr des „Narrenschiffs“, gefolgt vom gemeinsamen Gesang des beliebten Liedes Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt.
Alexander Wimmer, der den Gottesdienst leitete, fasste die Botschaft in einer humorvollen, aber tiefgründigen Reimpredigt zusammen:
“So einen Gottesdienst zu bringen,
kann nur in Höbersbrunn gelingen.
Da haben sich Menschen bereit gemacht,
und sich einiges ausgedacht.”
Den Abschluss bildete das Lied Ein Narr sagt Dankeschön, bevor die Gemeinde bei einer Agape das Beisammensein feierte.