Auf den Spuren des Wiener Stadtpatrons

Klemensfest 2024
Ausgabe Nr. 21
  • Wien und Niederösterreich
Autor:
Gemeinsames Singen beim Gottesdienst im Stephansdom. ©EDW/Stephan Schönlaub
Klemens Maria Hofbauer wurde 1751 in Tasswitz, heute in Tschechien, geboren und war im Orden der Redemptoristen. Verstorben ist er 1820 in seiner Wahlheimat Wien. ©EDW/Stephan Schönlaub

Erfahren Sie, wie 500 Kinder in einem Festprogramm in der Wiener Innenstadt den Lebensweg des Heiligen Klemens Maria Hofbauers entdeckten.

Klemens Maria Hofbauer, Patron der Bäcker und Stadtpatron Wiens, hat zu Lebzeiten die Menschen mit seinen volksnahen Predigten begeistert. Dadurch bekam er auch den Ehrentitel „Apostel von Wien“. Sein Wirken zeichnete sich vor allem durch seinen unermüdlichen Einsatz für Arme und Kinder aus.

Werbung

Sein Todestag jährte sich heuer am 15. März zum 204. Mal. In Erinnerung an den beliebten Heiligen veranstaltete die Schulstiftung der Erzdiözese Wien am 14. Mai ein Festprogramm, das Kindern aus acht verschiedenen Volkschulen seinen Lebensweg und sein Vermächtnis auf spielerische Weise näherbrachte. 

Jede Klasse begab sich in der Wiener Innenstadt auf Spurensuche: Von der Jesuitenkirche zu Maria am Gestade bis hin zum Stephansplatz – überall wurden liebevoll gestaltete Stationen installiert, die das Lebenswerk Klemens Maria Hofbauers aus einem anderen Blickwinkel beleuchteten.

Drei Bäuche für das Klemensweckerl

Ein Highlight für die Schülerinnen und Schüler war mit Sicherheit die Station in der Backstube der Bäckerei Grimm. Die älteste Bäckerei Wiens produziert jedes Jahr anlässlich des Gedenktags des berühmten Redemptoristen die so genannten „Klemensweckerl“. Ein spitzes Gebäck mit drei Bäuchen. Die Form ist aus dem 19. Jahrhundert überliefert und wurde schon am Tag seiner Bestellung zum Stadtpatron so gebacken. Warum die Weckerl genau diese Form haben, ist nicht gewiss. Der Inhaber der Bäckerei Grimm, Andreas Maderna, interpretiert die drei Bäuche allerdings als „Sollbruchstellen, welche zum Teilen einladen“, ganz im Sinn des Heiligen Klemens Maria Hofbauer, der sich immer um Bedürftige bemüht hat. Er ist außerdem Patron der Bäcker, denn auf Wunsch seiner Mutter wurde er mit 16 Jahren Bäckerlehrling in seiner Heimat Südmähren, bevor er die Klosterschule besuchte und seiner Berufung nachging.

„Nur Mut, Gott lenkt alles!“

Den zentralen Part des Festes stellte der gemeinsame Gottesdienst mit Generalvikar Nikolaus Krasa und Dompfarrer Toni Faber im Stephansdom dar: Rund 500 Kinder nahmen daran teil und sangen mit Begeisterung das „Klemenslied“. „Nur Mut, Gott lenkt alles!“, war der Segensspruch, den Generalvikar Krasa den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg gab. Anschließend gab es noch für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein „Klemensweckerl“, frisch geliefert aus der Bäckerei Grimm. 

Autor:
  • Miriam Pühringer
Werbung

Neueste Beiträge

| Heiter bis heilig
Anekdoten

Pater Andreas Hiller aus der Marienpfarre in Wien-Hernals versuchte den Konflikt zwischen zwei älteren Damen aus der Pfarre zu schlichten und lud sie nach ein paar Versuchen auf ein Glas Wein ein. Sie wurden endlich Freundinnen.

| Kunst und Kultur
Taylor Swift-Podcast

Theologischer Podcast "Diesseits von Eden" mit Theologinnen Linda Kreuzer und Eva Puschautz erzählt über Popkultur als moderne Sinnstiftung.

| Soziales
Vienna City Marathon

Am 6. April findet in Wien wieder der Vienna City Marathon statt. 2024 hat Pater Benedict-Charbel Telesklav von den Brüdern vom Heiligen Johannes in Marchegg dort seinen ersten Marathon bestritten - und das in knapp über 2:55 Stunden.